Wer steckt hinter “Wir vom Gut”?

Wir sind eine Gruppe von über 100 Menschen im Alter von 0 bis 90 Jahren – Wir sind aber nicht nur jung und alt, sondern auch Singles, Paare und Familien und genau das, so glauben wir, ist unsere Stärke. Unserer Gemeinschaft ist es wichtig, dass wir in einer gleichberechtigten und offenen Umgebung leben. Kinder sollen sich frei entfalten können und dennoch den Rückhalt und die Stärke einer intakten Gemeinschaft kennenlernen. Niemand soll alleine sein, wenn er es nicht will. Im gegenseitigen Respekt vor- und miteinander leben wir diese Idee.

Diese Ziele bringen viel Arbeit mit sich. Gerade weil wir keine Gemeinschaft sind, die sich einer ganz bestimmten Vision einer Gesellschaft verschrieben hat, sind Kommunikation und Ausgleich wichtig. Jeder kommt wie er ist und bringt ein, was er am besten kann. Neugierde und Offenheit sind natürlich wichtige und hilfreiche Eigenschaften.
Wir sind alle grundverschieden und das ist es, was uns besonders macht. Als Menschen, als Nachbarn, als Freunde.

Wir alle bringen uns in die Gemeinschaft ein und bereichern dadurch unser Leben. Gemeinschaftsbereiche und selbstorganisierte Angebote von und für alle Bewohner ergänzen die privaten Wohnflächen – so wird der Alltag erleichtert und die Freizeit bereichert.

Alle Arbeiten um Haus und Hof werden zusammen geplant und geteilt. Jeder darf machen, was er kann, woran er Spaß hat und womit er die Gemeinschaft am besten bereichert.

Bei all der Gemeinschaft, besteht natürlich immer die Möglichkeit, sich in die eigenen vier Wände oder in ausgewählte Ruhebereiche zurückzuziehen. Auch bleibt jeder Haushalt finanziell von der Gemeinschaft unabhängig.

Kleine Vorstellungsrunde

Ihr seht hier einige Gesichter unserer Gemeinschaft, wenn ihr noch mehr über uns erfahren wollt.

Sehr lesenswert ist auch ein Interview von Janina und Heinz, in dem Sie uns an ihren Ideen, Gedanken und Wünschen zum Leben auf “Wir vom Gut” teilhaben lassen.

Unsere Vision

Wir sind ein Mehrgenerationen-Projekt, in dem ALLE wichtig sind – klein und groß. Wir akzeptieren uns so, wie wir sind. Wir sind eine lebendige bewegliche Gemeinschaft, die im ehrlichen Austausch respektvoll, rücksichtsvoll und nachhaltig mit sich und der Umwelt umgeht.

Wir gehen mutig aufeinander zu, schätzen aneinander, dass wir vielfältig, verletzlich und alle gleich wichtig sind und dies macht uns zum Vorbild für andere.

Um in unserer Gemeinschaft ein Zuhause zu schaffen, sind uns grundsätzliche Zugehörigkeit, Vertrauen, Wildheit, Offenheit gegenüber den verschiedenen Lebensphasen und -situationen wichtig.

Unsere Ressourcen dabei sind unser Gut und die umgebende Natur, unsere individuellen Fähigkeiten, unsere geschaffenen Struktururen, Begegnungen und Entwicklungen, Humor und gemeinsames Feiern. Uns sind Achtsamkeit und Nachhaltigkeit im Umgang mit unseren Ressourcen wichtig.

Unser Handeln und unserer Kommunikation sind geprägt durch Verantwortung im ökologischen, demokratischen und sozialen Sinne. 

Mydlinghovener Selbstverpflichtung

Ich bin bereit, an mir selbst zu arbeiten und übernehme Verantwortung für meine Interessen, Gefühle, Gedanken und mein Verhalten. Ich bin bereit, auch in schwierigen Situationen im Gespräch zu bleiben und setzte mich für eine zeitnahe Klärung bei Konflikten ein – mit der Möglichkeit am Widerspruch gemeinsam zu wachsen. Dabei reflektiere ich mich, spreche von mir selbst, höre den anderen zu, gehe von guten Absichten aus und gebe keine ungefragten Ratschläge. 

Unser Leitbild

Wir wünschen uns eine möglichst bunte Mischung von Menschen aus Kreativen und Tatkräftigen, Jungen und Alten, Schwachen und Starken, die eins verbindet, nämlich die Lust, die eigenen Fähigkeiten einzubringen und die Bereitschaft sich auf den Anderen einzulassen…

Unser komplettes Leitbild findest du hier.

Unsere Struktur

Aktuell organisieren wir uns in 4 Arbeitsgemeinschaften, um unsere Vision voranzutreiben.
Hier erfahrt ihr mehr über die AG Gemeinschaft, AG Markt und Kommunikation,  AG Raum und Technik und AG Gutsarbeiten.

Gemeinschaft gelebt

Viele Projekte innerhalb der Gemeinschaft wurden seit dem Einzug in 2016 geplant und realisiert – so sind das Gutscafe und Kinoabende in der kleinen Reithalle – unserem Gemeinschafts-Wohnzimmer – wie auch gemeinsames Tanzen, Musizieren oder Möglichkeiten für tieferen Austausch die gemeinschaftlichen Pfeiler unseres Gutslebens.
Seit einigen Jahren wird eine kleine Ackerfläche gemeinsam bewirtschaftet und ein Gutsladen (im Sinne eines unverpackt-Ladens) wurde eröffnet. Im Rahmen von “sharing is caring” gehören car- und bike-sharing ebenso zum Gutsleben. Auch entlasten wir uns durch Fahrgemeinschaften zur Schule und bringen uns gerne die ein oder anderen Lebensmittel vom Einkaufen mit. Im Rahmen von foodsharing retten einige GutsbewohnerInnen wöchentlich Lebensmittel und stellen sie uns allen zur Verfügung. Die Bibliothek der Dinge, ein großer Fundus an Kinder- und Erwachsenenklamotten, Camping- und Sportbedarf, Gesellschaftsspielen uvm. ermöglicht es uns, viele unserer Sachen und Gebrauchsgegenstände zu teilen. Die gegenseitige Unterstützung nicht nur im Krankheitsfall oder Wochenbett durch Versorgung mit warmen Mahlzeiten oder Einkäufen erfolgt ebenso informell wie die Betreuung der Kinder am Nachmittag. Ganz formell und offiziell gibt es eine Tagespflegemutter für die Kinder ab einem Jahr in der U3-Betreuung – diese wird auch von Eltern außerhalb der Gemeinschaft genutzt.