Besonderes Augenmerk liegt im Hubbelrather Bachtal auf dem namensgebenden Bach, der “Hubbel“. Auf Gut Mydlinghoven wurde ein Teil des kanalisierten Baches renaturiert und nun gilt es, das naturnahe Ufer zu schützen, damit es sich frei entwickeln kann. Durch die Beseitigung von Hindernissen wurde der Bach für wandernde Fische und andere Bachlebewesen wieder durchgängig gemacht. In den feuchten Tallagen wachsen noch Schlüsselblumen und Sumpfdotterblumen, am Ufer der Tümpel der seltene Fieberklee. Das Ufer des Baches säumen natürliche „Bach Erlen-Eschenwälder“. Um diese besondere Natur weiterhin zu schützen, haben wir uns gemeinsam mit der UNB dazu entschlossen, den Uferbereich der Hubbel noch stärker zu schützen. Auch wenn sich der Bach malerisch durch unser Anwesen schlängelt und ein Hort der Entspannung ist, wenn man dem Plätschern des Baches lauscht, so hegen wir das Ufer durch eine so genannte Benjeshecke oder Totholzhecke ein.

Dazu nutzen wir das Totholz oder die Reste des Heckenschnitts auf dem Gut und schichten dieses entlang des Bachufers, in dafür vorgesehenen Naturpfähle auf. Die Vorteile einer solchen Anlage bestehen darin, dass wir genügend Totholz auf dem Gut besitzen und dies kostengünstig zur Herstellung der Hecke nutzen können. Darüber hinaus bietet das locker gelagerte Totholz unmittelbar Lebensraum für zahlreiche Vogelarten (hauptsächlich Heckenbrüter) wie z.B. dem Zaunkönig, Kleinsäuger wie Spitzmäusen und Insekten wie Asseln aber auch Würmer, Schnecken und Erdkröten. Zahlreiche Käferarten legen ihre Eier in das Holz, damit sich die Larven geschützt im Inneren der Hecke vom Holz ernähren können. Hierdurch werden wiederum Vogelarten angelockt, die sich von den Insekten ernähren. Alles in allem bietet eine Totholzhecke also wesentlich mehr Leben, als es ihr Name vermuten lässt. Und der verwehrte Zugang zum Uferbereich der Hubbel, wird durch eine Vielzahl von Beobachtungsmöglichkeiten entlang der Hecke entlohnt.

Verschnitt für Benjeshecke
Benjeshecke
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